KURZINHALT

Zunächst sind es nur Kleinigkeiten, die kaum jemandem auffallen. Bei einem Vortrag fällt Professorin Alice Howland (Julianne Moore) plötzlich ein Wort nicht ein. Wenig später dann verliert sie beim Joggen die Orientierung, obwohl sie die Strecke fast jeden Tag läuft. Die 50-jährige, die an der Columbia University Linguistik lehrt, ahnt bald, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Aber die Diagnose ist trotzdem ebenso unerwartet wie erschütternd: Alice leidet an einem seltenen Fall von frühem Alzheimer.

Ihre jüngste Tochter Lydia (Kristen Stewart), die sich in Los Angeles als Schauspielerin versucht, ist die erste, die bemerkt, dass mit ihrer Mutter etwas nicht stimmt. Beim Familienbesuch an Thanksgiving scheint zwar alles wie immer, nur dass sich Alice der Freundin von Sohn Tom (Hunter Parrish) gleich zweimal vorstellt. Doch auch aus anderen Gründen können Alice und ihr Ehemann John (Alec Baldwin) es nicht länger vermeiden, den drei älteren Kindern die Wahrheit zu sagen. Denn weil diese Form der Krankheit vererbbar ist, könnten sie auch ganz direkt betroffen sein.

Anders als ihre schwangere ältere Schwester Anna (Kate Bosworth) lässt Lydia sich selbst nicht testen. Statt sich um die eigene Zukunft zu sorgen, will sie lieber für ihre Mutter da sein, selbst wenn ihr Verhältnis nicht immer das einfachste war. Ein gemeinsamer Sommer im Strandhaus der Familie schweißt sie enger zusammen denn je. Und als Alices Zustand sich zusehends verschlechtert, ist es ausgerechnet ihre Jüngste, die für sie die größten Opfer bringt.

Bilder

Trailer

TRAILER

TEASER

Clip: Weihnachten

Clip: Diagnose

Clip: Etwas stimmt nicht mit mir

Clip: Am Strand

Clip: Ich bin deine Mutter

Clip: Wie fühlt es sich an

Clip: Ich kämpfe

CAST

Alice
Julianne Moore
Lydia
Kristen Stewart
John
Alec Baldwin
Anna
Kate Bosworth
Tom
Hunter Parrish

CREW

Regie
Richard Glatzer & Wash Westmoreland
Drehbuch
Richard Glatzer & Wash Westmoreland
Produktion
Lex Lutzus
James Brown
Pamela Koffler
Executive Producer
Christine Vachon
Maria Shriver
Kamera
Denis Lenoir
Schnitt
Nicols Chaudeurge
Musik
Ilan Eshkeri

PRESSESTIMMEN

„Ein beeindruckendes Portrait. Gnadenlos ehrlich!“ EMOTION

„Berührt zutiefst und bejaht das Leben.“ LONDON EVENING STANDARD

„Julianne Moore spielt herzbewegend.“ JOLIE

"Ihr Ringen mit dem Gedächtnisverlust ist traurig und ermutigend zugleich. Die grandiose Darstellung hat Moore eine Oscar-Nominierung eingebracht!" COSMOPOLITAN

„Dieser filmische Meilenstein zieht seine gesamte Kraft aus Julianne Moores emotional zurückhaltender, aber unglaublich effektiver Darbietung einer an Alzheimer erkrankten Frau, deren Persönlichkeit und Identität Stück für Stück ausgelöscht wird.“ THE HOLLYWOOD REPORTER

„Voller herausragender Schauspielleistungen.“ AWARDS WATCH

„Julianne Moore ist eine der mutigsten und fesselndsten Darstellerinnen des zeitgenössischen Films.“ SOUND OF SIGHT

„Ein toller Film über ein gesellschaftlich wichtiges Thema: kein bleiernes Betroffenheitskino, sondern mitreißende Unterhaltung.“ FILMSTARTS.DE

„Moore liefert eine preiswürdige Darstellung. Wir glauben ihr jedes Detail: Jede Bewegung ihrer Augen, wenn sie die Diagnose ihrer Krankheit erhält, jede Szene, in der sie eine weitere Verschlechterung ihres Zustands erlebt. Das ist hervorragende Arbeit.“ CHICAGO SUN-TIMES

„Julianne Moore steuert uns durch den tragischen Abschnitt darüber, wie es sich anfühlen muss, vor den Augen eines anderen zu verschwinden und erreicht dabei eine ihrer stärksten Darstellungen.“ VARIETY

DEUTSCHE ALZHEIMER GESELLSCHAFT e.V.

Still Alice ist ein Film, der bewegt. Er zeigt auf beeindruckende Weise, wie irritierend es für Menschen, die mitten im Leben stehen, ist, wenn sie bemerken, dass mit ihrem Gedächtnis etwas nicht stimmt, ihr Orientierungssinn aussetzt und plötzlich die richtigen Worte fehlen. Sich dies einzugestehen, damit zum Arzt zu gehen und die Diagnose Demenz zu erfahren, ist sehr schwierig. So ergeht es im Film Alice Howland, die von Julianne Moore beeindruckend authentisch gespielt wird. Mit Familienangehörigen, Freunden und Kollegen über die Diagnose zu sprechen, fällt schwer und führt zu Konflikten und Belastungen für alle Beteiligten.

Demenz gilt als Krankheit, die erst im hohen Alter auftritt, doch von den 1,5 Millionen Demenzkranken in Deutschland sind etwa 20.000 von der früh (vor dem 65. Lebensjahr), beginnenden Form der Krankheit betroffen. Die früh beginnende Alzheimer-Krankheit ist häufig erblich und schreitet schnell voran. Eine Demenz in diesem Alter bringt viele zusätzliche Probleme mit sich, wenn die Erkrankten voll im Berufsleben stehen und Familien mit heranwachsenden Kindern haben.

Zu hoffen ist, dass der hervorragend recherchierte Film sowohl Aufmerksamkeit und Verständnis für Menschen mit einer früh auftretenden Demenz weckt wie auch dazu beiträgt, dass Hilfeangebote für die Erkrankten und ihre Familien aufgebaut werden.

Hans-Jürgen Freter